Stützpunkt-Feuerwehr Muttenz

Hochwasser ganzer Kanton

 

Liestal/Ganzer Kanton BL: Gegen 350 Notrufe - heftige Gewitter und starker Regen sorgten für grosse Probleme / lange Staus im Strassenverkehr

 

Heftige Gewitter und starke Niederschläge im Kanton Basel-Landschaft bescherten am Mittwoch, 8. Juni 2016, wie schon am Vortag, mehreren Feuerwehren sowie der Polizei Basel-Landschaft äusserst stressige Stunden. Über verletzte Personen ist bis zur Stunde nichts bekannt. Am Dienstag waren rund 50 Notrufe aus neun Gemeinden eingegangen, am Mittwoch lagen die Zahlen rund siebenmal höher. 

Am Mittwoch ab 14:48 Uhr gingen in der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft (Stand 21.10 Uhr) sowie in einer nächsten Phase direkt bei Feuerwehren insgesamt gegen 350 Notrufe aus 40 Gemeinden ein, was in diesen Gemeinden entsprechende Feuerwehraufgebote auslöste. 

Die Feuerwehren standen respektive stehen seit dann im Dauereinsatz, diese Einsätze werden (inklusive Aufräumarbeiten) noch mehrere Stunden und Tage andauern. Unterstützt werden die Feuerwehren von Regionalen Führungsstäben, Gemeindeführungsstäben sowie Zivilschutz. Insgesamt standen und stehen mehrere 100 Angehörige diverser Organisationen im Einsatz und leisten immense Arbeit.

Anfänglich waren ausschliesslich Gemeinden östlich von Pratteln betroffen. In einer zweiten Phase gab es auch Probleme in Gemeinden der Bezirke Arlesheim und vor allem auch im Laufental. Am meisten Notrufe gingen per 21.10 Uhr aus Frenkendorf (65), Liestal (40), Arisdorf (25), Pratteln, Lausen und Füllinsdorf (je 20) ein. 

In Frenkendorf BL brach eine Brücke ein und im Dorfzentrum stand das Wasser phasenweise hüfthoch. Zudem wurde ebenfalls in Frenkendorf eine Tiefgarage, in welcher sich noch mehrere Fahrzeuge befanden, komplett überflutet (siehe Foto). Im weiteren gab es an diversen Orten kleinere Erdrutsche, so zum Beispiel in Grellingen. Vorsicht ist geboten.

In den allermeisten Fällen wurden überschwemmte Räumlichkeiten (vorwiegend Keller) gemeldet, zudem gab es etliche Fälle von Bächen, welche über die Ufer traten, viel Wasser, das Abhänge herunter floss, sowie sehr viel Wasser auf diversen Strassen. 

Hochwasser herrschte auf verschiedensten Strassen, so auch im Bereich der Verzweigung Augst BL (Autobahnen A2 und A3). Wegen den Problemen im Bereich der Verzweigung Augst kam es zu Spursperrungen und daher aus allen Richtungen zu langen Staus mit Wartezeiten von über einer Stunde. 

Die Stauenden lagen in Fahrtrichtung Süden im Bereich der Landesgrenze zu Deutschland und Frankreich, in Fahrtrichtung Nord weit im aargauischen Fricktal respektive im Oberen Baselbiet.

Die ab 14.45 Uhr starken Regenfälle hielten bis gegen 17.00 Uhr an, danach beruhigte sich die Wetterlage zunehmend. Auf den Strassen, vor allem auf der Autobahn A2, gab es bis in den Abend hinein lange Staus. Die Aufräumarbeiten dürften noch mehrere Stunden und Tage andauern.

Der insgesamt entstandene Sachschaden ist enorm, lässt sich aber zur Stunde nicht näher beziffern.

Schäden können bei der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung (BGV) angemeldet werden, Telefon 061 927 11 11, auch online, siehe auch www.bgv.bl.ch

Hochwasser Laufen / Brislach

Heftige Gewitter im Kanton Basel-Landschaft bescherten am Dienstag, 7. Juni 2016, über Mittag mehreren Feuerwehren sowie der Polizei Basel-Landschaft ein gehöriges Mass an Mehrarbeit. Über verletzte Personen ist bis zur Stunde nichts bekannt.

Im Zeitbereich zwischen 12.10 Uhr und 14.30 Uhr gingen in der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft rund 40 Notrufe aus neun Gemeinden ein, was entsprechende Feuerwehraufgebote auslöste. Über die Hälfte der Notrufe kam aus den Laufentaler Gemeinden Brislach (13), Laufen (5), Zwingen (3) und Liesberg (2). In Brislach wurde eine Stromleitung durch einen umgestürzten Baum beschädigt, was den Einsatz der Bernischen Kraftwerke nötig machte. Weiter betroffen waren Bubendorf (7), Therwil, Binningen sowie Sissach. In Sissach (an der Itingerstrasse) schlug ein Blitz in ein Cheminée ein und sorgte für einen grösseren Schaden. 

Ansonsten wurden meistens überschwemmte Räumlichkeiten (vorwiegend Keller) gemeldet, zudem gab es zwei Fälle von Alarmanlagen, welche durch die Gewittererschütterungen angesprochen hatten. Im weiteren herrschten auf der Autobahn A2 zwischen Diegten BL und dem Belchentunnel in Fahrtrichtung Bern/Luzern kurz vor 11.30 Uhr wegen starkem Regen kurzzeitig schwierige Strassenverhältnisse. Nach 14.00 Uhr beruhigte sich die Lage flächendeckend rasch wieder. Der insgesamt entstandene Sachschaden lässt sich zur Stunde nicht beziffern.

Hochwasser

Am Samstag, 14. Mai 2016, sorgte in der Zeit von 17 Uhr bis 20 Uhr ein heftiges Gewitter mit starken Regenfällen dafür, dass der Dorfbach über die Ufer trat und Strassen, Gebäude und Gärten überflutete.
Die Stützpunkt-Feuerwehr rückte nach einer ersten Meldung von 18.50 Uhr aus und die Zivilschutzkompanie, Gemeindepolizei sowie der Gemeindeführungsstab wurden um 20.28 Uhr aufgeboten. Auch die Energie-, Transport- und die Kommunikationsunternehmen wurden in die Bewältigung des Ereignisses einbezogen. In Anbetracht der Grösse des
Ereignisses wurde im Auftrag des kantonalen Krisenstabs die Gesamteinsatzleitung an das Schadenplatzkommando Baselland übergeben und in Muttenz vor dem Gemeindehaus die Infrastruktur für das Schadenplatzkommando zur Koordination der Ereignisdienste eingerichtet.
Auch zahlreiche Mitarbeitende der Verwaltung und der Abteilung Betriebe waren rasch vor Ort, leiteten erste Massnahmen ein und unterstützten die Einsatzkräfte. Schliesslich standen am Samstagabend mit Unterstützung von externen Einheiten rund 150 Männer und Frauen im Einsatz.
Die betroffene Bevölkerung im Gebiet Oberdorf, Dorfzentrum und Hauptstrasse und vereinzelt im weiteren Muttenzer Gemeindegebiet bewahrte Ruhe. Nach heutigem Wissensstand wurden keine Menschen oder Tiere verletzt. Die Qualität des Trinkwassers war immer in der gesamten Gemeinde einwandfrei. Im betroffenen Gebiet war bis zum Redaktionsschluss teilweise kein Festnetztelefon und Internet verfügbar, hingegen funktionierten das Mobiltelefonfunknetz zu jeder Zeit und das Multimedianetz (MMN) nach kurzem Unterbruch.
Nachdem das oberflächig verlaufende Bachwasser im Verlauf des Samstagabends zurückging, pumpten Feuerwehr und Zivilschutz die vollgelaufenen Keller und Tiefgaragen leer und erkundigten sich bei der betroffenen Bevölkerung bis spät in die Nacht direkt nach Schäden oder allfälligem Bedarf nach weiterer Hilfe.
Am Pfingstsonntag wurden die Muttenzer Zivilschutzleistenden unterstützt durch die Zivilschutzkompanie Argus aus den beiden Frenkentälern. Mit grossem Einsatz wurden in Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung Garagen, Wohnungen und Keller geräumt und die vom Wasser beschädigten Möbel und andere Gegenstände in die bereitgestellten Mulden entsorgt. Dabei kam auch die Hilfe unter Nachbarn und Freunden zum Tragen.
Am Pfingstmontag Morgen sind erneut insgesamt 85 Dienstangehörige der Zivilschutzkompanie Muttenz eingerückt, um die Arbeit fortzuführen.
Der Gemeindepräsident, die involvierten Gemeinderatsmitglieder und der Gemeindeführungsstab verschafften sich mehrfach vor Ort einen Überblick über die Lage. Dabei durften sie von der betroffenen Bevölkerung viele positive Rückmeldungen bezüglich der rasch gebotenen Unterstützung entgegennehmen. Die Anerkennung, auch in Form von Kuchen für die Einsatzkräfte, freute die Verantwortlichen.
Der Gemeindeführungsstab informierte die Anwohnerinnen und Anwohner am Sonntagmorgen mit einem Info-Blatt und auf Plakaten über die aktuelle Lage, angebotene Hilfestellungen und über die Möglichkeit, dass auch über die Pfingsttage der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung der entstandene Schaden gemeldet werden kann. Weiterhin kann Unterstützungsbedarf über die Hauptnummer der Verwaltung, Tel. 061 466 62 62 gemeldet werden.
Der Gemeinderat bedauert und sieht das entstandene Unheil an Hab und Gut der betroffenen Bevölkerung. Er wird weiterhin rasch und unkompliziert seine ihm zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten zur Bewältigung der Folgen dieses Hochwasser einsetzen.
Zusammen mit dem Gemeindeführungsstab danken wir allen am Einsatz beteiligten Frauen und Männern für deren Hilfe und Unterstützung.


Muttenz, 16. Mai 2016
Der Gemeinderat

 

Quelle

Explosion in Chemiebetrieb

Am Dienstagmorgen, 16. Februar 2016, gegen 08.15 Uhr, ereignete sich in einem Chemiebetrieb an der Gempenstrasse in Pratteln eine Explosion während eines chemischen Nebenprozesses. Dabei wurden zwei Mitarbeitende verletzt. Eine der verletzten Personen erlitt Verbrennungen zweiten Grades. Die zweite Person wurde leicht verletzt. Ferner verletzte sich ein Feuerwehrmann während des Einsatzes leicht und begab sich selbstständig in Spitalpflege.

Die Ursache ist noch unklar und Gegenstand der laufenden Abklärungen. Alle Luftmessungen der Fachkräfte haben unbedenkliche Messergebnisse ergeben. Ausserhalb des Gebäudes bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Das von der Explosion betroffene Gebäude ist stabil, es besteht keine Gefahr für einen Einsturz.

Zwei Rangiergeleise des nahegelegenen Bahnhofs Pratteln mussten vorübergehend gesperrt werden. Der Zugsverkehr (Personentransport) ist nicht betroffen.

Zur Bewältigung des Ereignisses standen zeitweise rund 140 Einsatz- und Rettungskräfte im Einsatz. Das Ereignis wird durch das Schadenplatzkommando Basel-Landschaft geführt.

Die Güterstrasse in Pratteln bleibt während den Aufräumarbeiten für sämtlichen Verkehr gesperrt.

Quelle: Polizei BL

 

Sturmschäden

Die erneut starken Winde im gesamten Gebiet des Kantons Basel-Landschaft sorgten insbesondere am Dienstagabend, 9. Februar 2016, für zahlreiche Einsätze. Im Zeitfenster zwischen 17.30 Uhr und 19.00 Uhr gingen in der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft rund 20 entsprechende Notrufe ein. Nach 19.00 Uhr beruhigte sich die Lage rasch wieder und bis Mitternacht gab es dann noch rund 15 weitere Meldungen. Gemeindemässig war der gesamte Kanton betroffen. Zu den starken Winden kamen ab 17.30 Uhr von West nach Ost heftige Niederschläge, vereinzelt begleitet von Blitz und Donner.

Bei den Notrufen ging es mehrheitlich um umgestürzte Bäume und Bauabschrankungen. Rund 20 Feuerwehren standen vorübergehend im Einsatz. Über verletzte Personen oder grössere Schäden ist bis zur Stunde nichts bekannt. In Muttenz BL musste die Rothausstrasse vorübergehend gesperrt werden, in Pratteln BL riss der Wind eine Seitenwand einer Scheune ab. Bitte beachten Sie dazu auch die Medienmitteilungen vom Montag, 8. Februar 2016, und Dienstag, 9. Februar 2016, alle nachlesbar auf www.polizei.bl.ch).

Die Behörden bitten weiterhin um erhöhte Vorsicht und raten derzeit von Waldspaziergängen ab. Zudem sind Hausbesitzer aufgefordert, Gegenstände etwelcher Art zu fixieren.

 

Quelle: Polizei BL